Gute Idee, die leider nur die Hälfte von dem hält, was sie verspricht.
VORTEILE
- breite 360° Reflektion
- umlaufender Silikonstreifen innen
- Weitenregulierung
- kein Verschluss
- einfache Handhabung
NACHTEILE
- schwergängige Weiteneinstellung durch das Silikon
- schwierig anzuziehen
- Weitenregulierung am Kopf kaum bedienbar ohne Hilfe
- Silikon hält nicht auf den Haaren
BEWERTUNG
Passform
Brooks scheint davon auszugehen, dass alle Läufer grundsätzlich kleine Köpfe haben. Das kommt mir persönlich zwar sehr entgegen, aber wenn sogar ich schon Schwierigkeiten habe, das One-Size-Haarband über den Kopf zu bekommen, will das was heißen. Das Band hat zwar eine Weitenregulierung, die ist aufgrund des komplett umlaufenden Silikonstreifens nur sehr schwer einzustellen.
Meine Idee war daher: erst einstellen, dann anziehen. Funktioniert aber nur bedingt. Da ich so lange Haare habe, dass ich grundsätzlich mit Zopf laufe, ziehe ich Haar- oder Stirnbänder immer erst komplett über den Kopf und sie dann von unten wieder bis über den Haaransatz hoch. Dadurch liegen die Haare in der richtigen Richtung und werden nicht nach vorn zur Stirn oder Backe gezogen. Auch mit dem Reflektorband von Brooks wollte ich so verfahren, tat mich aber schon schwer in der gewünschten engen Einstellung über den Kopf zu kommen.
Ist das Band dann erst einmal an der gewünschten Stelle, bleibt es dort auch - meistens.
Feature
Die Idee mit der 360°-Reflektion auf einem recht breiten Haarband für Läuferinnen ist toll! Ebenso habe ich zu Anfang die Idee mit dem über die komplette Bandlänge verlaufenden Silikonstreifen gelobt, da ich dachte, damit rutscht nix mehr. Leider hat mich die erste Laufrunde nach ca. 28 Minuten und knappen 5 Kilometern etwas Besseres gelehrt. Ich hatte das Band wie auf der Homepage von Brooks auf den Bildern zu sehen etwa 1-3 Finger breit hinter dem Haaransatz positioniert. Dort habe ich sonst auch immer mein etwa 0,5 cm breites Haarband zum Laufen mit Spangen festgemacht. Aufgrund des Silikonstreifens habe ich auf die Spangen verzichtet und prompt hat sich das Band langsam aber sicher nach hinten verabschiedet (das habe ich aber gar nicht gemerkt), bis ich es verloren hatte (den Plumps habe ich dann doch gemerkt).
Beim nächsten Lauf habe ich die gleiche Position gewählt, wieder ohne Spangen, aber diesmal etwas enger. Das Band ist zwar geblieben, dafür hatte ich hinterher Kopfschmerzen - kann auch nicht Sinn und Zweck sein. Also neuer Versuch: diesmal direkt auf dem Haaransatz positioniert, möglichst so, dass wenig Haare unter dem Silikon sind. Und siehe da: das Band hält (wieder etwas weiter gemacht, um nicht wieder Kopfschmerzen zu bekommen).
Preis/Leistung
Regulär kostet das rundum reflektierende Haarband 14,95€. Die Idee ist gut, ebenso die Verarbeitung.
Normalerweise laufe ich kaum zu Zeiten, in denen ich wirklich das Band zwecks der Reflektion an hätte. Im Winter laufe ich mit Stirnlampe - da ist das Band der Lampe zu breit, als dass ich es zusätzlich anziehen könnte. Im Sommer dagegen brauche ich es höchstens als Haarband und dafür funktioniert es mir nicht gut genug ohne Spangen.
Fazit
Wenn ich das Band nicht als Produktscout bekommen hätte, ich hätte es mir vermutlich nicht gekauft.
Die Idee finde ich immer noch sehr gut, die Reflektionskraft ist auch top. Wenn ich momentan zum Laufen mit Stirnlampe rausgehe, nehme ich es kurzerhand als Reflektor am Ärmel (doppelt gewickelt bleibt es wo es soll, rutscht nicht und ich werde auch seitlich gesehen) - dafür war es von Brooks vermutlich nicht vorgesehen, unterhalb der Stirnlampenbänder geht es im wahrsten Sinne des Wortes unter und für drüber ist es dann zu eng. Daher leider nur 2 Zelte für die eigentlich gute Idee, es muss aber noch ordentlich verbessert werden, damit es wie auf den (Werbe-) Bildern auf der Homepage von Brooks funktioniert.